Die unperfekte Familie und Angst vor Bindung

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Ein Mann sehnt sich nach Partnerschaft. Er lernt auch immer wieder mal Frauen kennen, die ihn interessieren, mit denen er sich versteht und mit denen er sich etwas Festeres vorstellen könnte.

Aber sobald die jeweilige Frau signalisiert, ebenfalls interessiert zu sein, blockt er ab. Warum? Was ist da los?

Die Angst wegen seiner Eltern

Der Mann hat Angst, weil er ja schließlich irgendwann seine Angebetete seinen Eltern vorstellen müsste. Und genau hier liegt das Problem: Beide Eltern sind alkoholkrank und der Mann schämt sich natürlich und will das Risiko nicht eingehen, dass seine potentiell Zukünftige seine Eltern in einer kompromittierenden Situation kennenlernt und dann natürlich sofort dem Trauerspiel ein Ende macht. Er hat bereits manchen, für sein Leben wichtigen Schritt ohne seine Eltern gemacht, von manchem wissen die nicht mal etwas.

Wie aber soll er so weiterleben? Soll er nun sein ganzes Leben zurückstehen, auf den Tod der Eltern warten, um endlich eine Bindung eingehen zu können?

Das eigene Leben geht vor!

Nein! Die Eltern sind irgendwann nicht mehr da, aber er wird dann noch leben. Und Gott selbst verspricht uns, an unserer Seite zu stehen. In seinem Brief an die Römer fragt Paulus:

Ist GOTT für uns, wer kann wider uns sein?

Römer 8:18

Natürlich verzweifelt man manchmal und hat das Gefühl, dass GOTT man im Moment gerade nicht an seiner Seite hat. Aber das ist falsch! GOTT prüft uns manchmal. Und das auch über längere Zeit und in den verschiedensten Situationen. Wie gehen wir mit dem jeweiligen Problem um? Zeigt er seinen Eltern trotzdem den ihnen zustehenden Respekt? Unterstützt er sie trotz allem?

Man kann dem jungen Mann nur empfehlen, weiterzusuchen und das Risiko einzugehen, dass seine Eltern unter Alkoholeinfluss seine potentielle Partnerin verprellen.

Hat er alles getan? War er ehrlich?

Hat er alles getan, um seine Eltern vom Alkohol wegzuholen? Und: Hat er seiner Partnerin im Vorfeld von dem Problem erzählt? Schließlich hat die Frau ein Anrecht zu wissen, worauf sie sich einlassen würde und kann rechtzeitig entscheiden, ob sie sich darauf einlassen will! Auf diese selbstbestimmte Entscheidung hat sie nämlich ein Anrecht, schließlich geht es ja auch um ihre eigene Zukunft mit dem Mann. Und wenn der nicht ehrlich war, weil er Angst davor hatte, ihr die Wahrheit zu sagen: Was für eine Beziehung soll das werden?

Wenn er weder das Eine, noch das Andere getan hat, trägt er definitiv selbst eine große Mitschuld!

Beziehungen basieren immer auf Vertrauen und Ehrlichkeit. Kann sich die Partnerin nicht auf die Ehrlichkeit des Mannes verlassen, worauf kann sie dann in der Beziehung bauen? Umgekehrt ist es natürlich genauso. GOTT fordert in der heiligen Schrift schließlich immer wieder unsere Ehrlichkeit nicht nur IHM selbst, sondern auch anderen gegenüber.

Und wenn sie, nachdem er ihr die Wahrheit gesagt hat, um ihr die Entscheidung zu lassen, die Beziehung beendet, war sie sowieso nicht die Richtige. Denn auch der Mann muss auf die Unterstützung seiner Partnerin bauen können. Eine Partnerschaft eingehen heißt, immer füreinander da zu sein, auf der Basis von Ehrlichkeit und Liebe. Liebe basiert auf Ehrlichkeit.

Bei der Eheschließung heißt es schließlich:

In guten, wie in schlechten Zeiten!

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