Vom christlichen Zusammenhalt

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Heute geht es mal nur um eine Bibelstelle: Wir beschäftigen uns mit Matthäus, Kapitel 18 Vers 12.

Was meint ihr? Wenn ein Mensch hundert Schafe hätte und eins unter ihnen sich verirrte: lässt er nicht die neunundneunzig auf den Bergen, geht hin und sucht das verirrte?

Gerade in Zeiten wie diesen, in denen Unsicherheiten genauso groß wie die Versuchungen sind, kann manches Mitglied der christlichen Gemeinschaft nicht widerstehen. Mancher kehrt vielleicht der Gesellschaft Christi den Rücken und wendet sich von GOTT und seinem Glauben ab.

Es ist auch schwer in diesen Zeiten, in denen alles leicht zu haben ist, standhaft zu bleiben. Satan zückt alle Register, die er hat.

Sehr oft wägen Mitglieder der christlichen Gemeinden nicht mehr ab, wo sie die wirklichen Vorteile für sich finden. Sie vergessen im Rausch des Überflusses, wer eigentlich das wirklich wertvolle für sie bereithält: nämlich GOTT!

Für eine kurze Befriedigung unserer Gelüste vergessen wir, dass es eigentlich Stabilität im Leben ist, die wir brauchen. In der Werbung sehen wir den riesigen Fernseher, der uns in bester Qualität Scheinwelten vorzugaukeln verspricht, und dann ist der auch noch massiv preisgesenkt! Zwar haben wir bereits zwei Fernseher, nämlich einen im Schlaf- und einen im Wohnzimmer, aber der im Wohnzimmer wird wohl dem Riesenteil Platz machen müssen, auch wenn er noch tadellos funktioniert. Es geht ja auch darum, dem Nachbarn „zu zeigen, was man hat, was man sich leisten kann“!

Also schmeißen wir schnell das Geld zum Fenster raus, kaufen den neuen Fernseher, vergrößern durch das Wegwerfen des alten nebenbei die Müllberge und häufen vielleicht noch Schulden an, weil wir das neue Gerät auf Raten gekauft haben.

Wir sind der Versuchung Satans erlegen und haben uns dafür entschieden, für die schnelle Befriedigung eines vielleicht nur vorübergehenden Wunsches, den Weg GOTTES zu verlassen. Wir haben die Bescheidenheit über Bord geworfen.

GIER ist hier das Stichwort. Etwas haben zu wollen, ohne es zu brauchen und dafür auch in Kauf zu nehmen, dass der Planet, den GOTT uns gab, zugemüllt wird und wir gedankenlos ein Produkt kaufen, das vielleicht unter menschenunwürdigen Umständen hergestellt wurde.

Und so kommt Punkt zu Punkt: Man geht gern in den Puff, weil man da schnellen Sex ohne Verpflichtungen haben kann, man säuft sich jeden Tag zu, weil man Spaß haben will und tut auch sonst alles, den Weg GOTTES zu verlassen. Man hört sogar auf, an GOTT zu glauben und zu beten, weil man ohne Glauben ein ruhigeres Gewissen bei seinem gottlosen Treiben hat.

Das ist es aber, was Satan will. Er will uns von GOTT wegholen, will GOTTES Werk, den Planeten zerstören. Warum er das will, weiß wahrscheinlich nur er selbst.

Aber hier kommt die christliche Gemeinschaft ins Spiel. WIR sind jetzt gefragt, diese Menschen wieder zu GOTT zurückzuholen, wenigstens den Versuch dazu zu starten! Wir dürfen nicht daneben stehen und zusehen, wie sich Menschen aus unserer Gemeinschaft von GOTT abwenden und gegen seinen Willen und seine Gebote handeln.

Natürlich können wir niemandem verbieten, sich einen riesigen Fernseher zu kaufen, aber wir können einfach die Frage stellen „Brauchst du den Fernseher wirklich?“. Sehr oft hilft schon allein diese Frage, die kaufwillige Person zum Nachdenken anzuregen.

Wir müssen einschreiten wenn wir sehen, dass jemand auf Abwege gerät und Gefahr läuft, GOTT zu verlassen. Wir sind moralisch und vor GOTT in der Pflicht, wenigstens den Versuch zu starten, den oder die abtrünnige Person vom Fehler ihres Tuns zu überzeugen. Ohne Zwang. Ohne Gewalt. Schließlich wurden wir alle von GOTT mit einem freien Willen gesegnet.

„Christliche Gemeinschaft“ bedeutet auch, füreinander da zu sein, andere vor Fehlern zu bewahren und auch, für sie zu beten, wenn sie doch abtrünnig geworden sind. „Christliche Gemeinschaft“ ist ein anderes Wort für „Familie“. Und so, wie wir in unserer eigenen Familie uns gegenseitig lieben, müssen wir in der christlichen Gemeinschaft das Gebot der Nächstenliebe befolgen und andere davor bewahren, in ihr Unglück zu rennen, wir müssen versuchen, sie vor Schaden bewahren.

Und wenn wir die Person(en) für GOTT zurückgewonnen haben, dürfen wir uns zurecht freuen und einen kleinen Sieg über Satan feiern.

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