Das Himmelreich ist nah!

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Man hört ja häufig, dass das „Ende der Welt“ oder das Himmelreich naht. „Das Ende der Welt“ klingt dabei so negativ, als würde es sich um die Pest handeln. Dabei ist es das gar nicht. Es geht um das Ende unserer bestehenden Welt.

Kennen Sie den Maya-Kalender? Laut diesem sollte am 21. Dezember 2012 das Ende der Welt sein und alles untergehen. Tatsächlich aber wissen die Wissenschaftler schon lange, dass an diesem Tag nur eine Periode endete, der 13 Bak’tun. Danach beginnt die nächste Periode.

Niemand weiß, für wann GOTT das Ende unserer bestehenden Welt geplant hat. Die Bibel gibt darüber Auskünfte, die aber so schwer bis gar nicht zu entschlüsseln sind, dass man es am Besten gar nicht erst versucht.

Gottes Wege sind unergründlich

Diesen Satz hört man auch immer wieder. Und das Beste daran: Er ist wahr! Niemand weiß, was GOTT für sein Leben geplant hat oder warum der Eine arm und der Andere reich geboren wurde. Und das ist auch gut so.

Aber wenn es Hinweise gibt, warum weiß man dann nicht, wann das Himmelreich kommt?

Versuche der Vorhersage

Es gab schon öfter die Versuche, „das Ende der Welt“ vorherzusagen. Am ehesten fällt einem dabei das Mittelalter ein, eine Zeit, in der öfter „das nahende Ende“ proklamiert wurde. Nämlich immer dann, wenn irgendwelche Katastrophen die Menschen knechteten.

In der modernen Zeit sind es eher Gruppen wie die Zeugen Jehovas, die immer wieder versuchen, den Zeitpunkt des nahenden Himmelreiches zu bestimmen. So sagten sie für die Jahre 1878, 1881, 1914, 1918, 1925 und 1975 „das Ende der Welt“ voraus. Als das immer wieder ausblieb, änderte man kurzerhand seine Glaubenslehre oder stellte fest, dass GOTT wohl doch erst noch andere Termine wahrnehmen musste. Gottes Wege sind unergründlich!

Was sagt Jesus?

Jesus ist für ziemlich genaue Vorhersagen bekannt. In Lukas 19:41-44 sagt er:

41 Und als er nahe hinzukam und die Stadt sah, weinte er über sie 42 und sprach: Wenn doch auch du erkenntest an diesem Tag, was zum Frieden dient! Aber nun ist’s vor deinen Augen verborgen. 43 Denn es wird eine Zeit über dich kommen, da werden deine Feinde um dich einen Wall aufwerfen, dich belagern und von allen Seiten bedrängen 44 und werden dich dem Erdboden gleichmachen samt deinen Kindern in dir und keinen Stein auf dem andern lassen in dir, weil du die Zeit nicht erkannt hast, in der du besucht worden bist.

Er schildert hier ein Ereignis, das erst 37 Jahre nach seinem Tod am Kreuz, nämlich 70 n. Chr. passieren sollte, als die Römer Jerusalem eroberten und den Tempel bis auf die Grundmauern zerstörten. Übrig blieb vom Tempel nur das, was wir heute als „Klagemauer“ kennen.

Aber er sagt noch mehr. In Lukas 21:7-24 meint er:

7 Sie fragten ihn aber: Meister, wann wird das geschehen? Und was wird das Zeichen sein, wenn das geschehen wird? 8 Er aber sprach: Seht zu, lasst euch nicht verführen. Denn viele werden kommen unter meinem Namen und sagen: Ich bin’s, und: Die Zeit ist herbeigekommen. – Lauft ihnen nicht nach! 9 Wenn ihr aber hören werdet von Kriegen und Unruhen, so entsetzt euch nicht. Denn das muss zuvor geschehen; aber das Ende ist noch nicht so bald da. 10 Dann sprach er zu ihnen: Ein Volk wird sich erheben gegen das andere und ein Reich gegen das andere, 11 und es werden geschehen große Erdbeben und hier und dort Hungersnöte und Seuchen; auch werden Schrecknisse und vom Himmel her große Zeichen geschehen.

Ankündigung von Verfolgungen
12 Aber vor diesem allen werden sie Hand an euch legen und euch verfolgen und werden euch überantworten den Synagogen und Gefängnissen und euch vor Könige und Statthalter führen um meines Namens willen. 13 Das wird euch widerfahren zu einem Zeugnis. 14 So nehmt nun zu Herzen, dass ihr euch nicht sorgt, wie ihr euch verteidigen sollt. 15 Denn ich will euch Mund und Weisheit geben, der alle eure Widersacher nicht widerstehen noch widersprechen können. 16 Ihr werdet aber verraten werden von Eltern und Geschwistern, Verwandten und Freunden; und sie werden einige von euch zu Tode bringen. 17 Und ihr werdet gehasst sein von jedermann um meines Namens willen. 18 Und kein Haar von eurem Haupt soll verloren gehen. 19 Seid standhaft, und ihr werdet euer Leben gewinnen.

Das Ende Jerusalems
20 Wenn ihr aber sehen werdet, dass Jerusalem von einem Heer belagert wird, dann erkennt, dass seine Verwüstung nahe herbeigekommen ist. 21 Alsdann, wer in Judäa ist, der fliehe ins Gebirge, und wer in der Stadt ist, gehe hinaus, und wer auf dem Lande ist, komme nicht hinein. 22 Denn das sind die Tage der Vergeltung, dass erfüllt werde alles, was geschrieben ist. 23 Wehe den Schwangeren und den Stillenden in jenen Tagen! Denn es wird große Not auf Erden sein und Zorn über dies Volk kommen, 24 und sie werden fallen durch die Schärfe des Schwertes und gefangen weggeführt unter alle Völker, und Jerusalem wird zertreten werden von den Heiden, bis die Zeiten der Heiden erfüllt sind.

Er sagt also, dass vor dem „Erscheinen des Menschensohns“, also vor der Errichtung des Himmelreiches, ein ziemliches Chaos herrschen wird, mit Kriegen und der Verfolgung seiner Jünger. Das erleben wir nicht erst seit kurzem, sondern schon seit Jahrzehnten. Kriege folgen auf Kriege und die Christen sind die meistverfolgte Religionsgemeinschaft der Welt.

Der letzte Vers, in dem es um die Vertreibung der Juden aus dem Heiligen Land geht, „…und sie werden fallen durch die Schärfe des Schwertes und gefangen weggeführt unter alle Völker, und Jerusalem wird zertreten werden von den Heiden, bis die Zeiten der Heiden erfüllt sind.“ ist sehr interessant. Andere Übersetzungen beenden den Satz mit „…bis dass sie zurückkehren“. Das bedeutet, dass davon ausgegangen wird, dass die Juden ins Heilige Land zurückkehren. Denn der Satz „…bis die Zeiten der Heiden erfüllt sind.“ bezieht sich auf die Besetzung Israels durch die Heiden. Der heutige Staat Israel wurde 1948 gegründet.

Überspringen wir mal ein paar Verse und lesen weiter bei Lukas 21:32-33:

32 Wahrlich, ich sage euch: Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis es alles geschieht. 33 Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte werden nicht vergehen.

Er verspricht uns, dass die Menschheit nicht ausgestorben sein oder sich selbst ausgerottet haben wird, wenn das alles passiert. Denn hier ist nicht vom „Geschlecht“ im Sinne einer Familie die Rede, sondern vom Menschengeschlecht, also von der Menschheit.

Aber wann passiert das nun endlich?!?

Die Bibel ist angefüllt mit Stellen, die auf das Beginnen des Reiches GOTTES hinweisen. Aber egal, was wir wie auch immer berechnen: Wir werden nie vorhersagen können, wann das passiert.

Wir sollen uns nämlich nicht erst in den letzten Minuten vor dem „Ende der Welt“ zu GOTT bekehren und von einem lasterhaften Lebenswandel Abstand nehmen, sondern uns immer um ein gottgefälliges Leben bemühen. Allen Widerständen zum Trotz sollen wir GOTTES Gebote befolgen und ihn lieben und anbeten.

Und außerdem: Gottes Wege sind unergründlich. Zumindest für uns kleine Sünder.

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