Weissagung und Zungenrede

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Im ersten Brief an die Korinther, im Kapitel 14, beschäftigt sich Paulus mit „Weissagung“ und „Zungenrede“ Aber was ist hier gemeint? Gehört „Weissagung“ nicht eigentlich zur verbotenen Magie?

Nein. „Weissagen“ bedeutet, dass man gerade aus oder durch Gottes Geist spricht und hat nichts mit Magie zu tun. Alle Propheten „Weissagen“. „Weissagung ist die Gabe der Prophetie.

In der Apostelgeschichte gibt es ein sehr schönes Beispiel: Im Kapitel 21 heißt es in den Versen 8 und 9 zum Beispiel:

Am folgenden Tag kamen wir nach Cäsarea. Wir gingen in das Haus des Evangelisten Philippus, der einer von den Sieben war, und blieben bei ihm.

Er hatte vier Töchter, prophetisch begabte Jungfrauen.

Also selbst einer der Evangelisten hatte Töchter, die Prophetisch begabt, also des Weissagens mächtig waren.

Aber schauen wir uns das Wort „Weissagen“ mal genauer an. Außer dem Wort „Sagen“ kommt das Wort „Weis“ darin vor, dass ursprünglich auf das Wort „Weise“ zurückzuführen ist. „Weise“, oder „Weisheit“ wiederum verweist auf das Wort „Wissen“.

Die vier Töchter des Phlipppus „wissen“ also, was in der Zukunft passiert und können es, durch Gottes Gabe, auch auslegen, also deuten. Würde Gott dies nicht wollen, würde er ihnen diese Gabe nicht gegeben haben.

„Weissagungen“ beziehen sich aber nicht nur oder unbedingt auf das Wissen, was zukünftig geschieht. Man kann sagen, dass die Propheten, also die „Weissager“, den Willen Gottes erkannt haben und ihn kundtun.

Die wohl umfassendste Weissagung dürfte die Offenbarung des Johannes sein. Und wir wissen, dass auch diese sich erfüllen wird.

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