
Wir alle kennen diese Situation in der wir sagen, wir könnten nicht mehr. Wir sind dann der Meinung, dass alles sinnlos ist und nur noch schlimmer werden kann.
Wir suchen dann Halt und finden ihn nicht, wir fühlen uns verlassen und einsam. Auf keinen Fall aber sehen wir einen Hoffnungsschimmer.
Aber haben wir damit Recht? Ist es wirklich so? Beleuchten wir mal das Problem unter Berücksichtigung des abgebildeten Bibelverses
Den Erschöpften gibt er neue Kraft und die Schwachen macht er stark.
Jesaja 40:29
Erschöpfung und Schwäche können verschiedene Ursachen und Symptome haben. Man kann nach einem harten Arbeitstag müde und kaputt sein. Wenn das ein Dauerzustand wird, sollte man allerdings aufmerken.
Spätestens seit der CORONA-Pandemie ist ein rapider Anstieg an mentalen Erkrankungen zu verzeichnen, einen Termin beim Psychologen oder Psychater zu bekommen ist schon fast ein Sechser im Lotto. Und dann können die oft nicht mal wirklich helfen, sondern verschreiben einem Medikamente, die einen wieder „auf die Beine stellen“ sollen.
Aber warum ist das so? Warum gibt es diesen rasanten Anstieg?
Zum Teil mag das daran liegen, dass den Menschen förmlich eingeredet wird, dass sie erschöpft sind. Zum anderen gehört das fast schon zum „guten Ton“. Wenn wir uns die Künstler- und Rockstarszene anschauen stellen wir fest, dass ein Großteil von denen über „Burn-Out“ klagt und über Stress und über Druck und über… Dabei hat es das doch schon immer gegeben!
Auch hören wir immer wieder, unter welchem „Leistungsdruck“ die Schüler heutzutage stehen. In Zeiten, in denen sie von Zuhause alles bequem im Internet recherchieren können und nicht, wie die Schüler früher, die noch raus mussten, um selber Nachforschungen anzustellen. Was Schüler früher mühsam in Bibliotheken zusammentrugen, erledigt heute eine einfache Abfrage bei Google. Und das ist der Stress?
Die Schüler werden in ihrem „Gestresstsein“ übrigens von genau denjenigen in Schutz genommen, die für ihre Lebensuntüchtigkeit am ehesten verantwortlich sind: Die Eltern, die ihre Kinder 500 Meter mit dem Auto in die Schule bringen und dann auch wieder abholen müssen!
Kleiner Witz am Rande: Früher mussten die Schüler auch noch am Samstag in die Schule!
Natürlich gibt es Menschen, die tatsächlich ausgebrannt sind oder einfach nur erschöpft. Das stellt niemand infrage. Allerdings sollte man nicht alles gleich als Krankheit auffassen.
Aber egal wie, die wichtige Frage ist doch, was man dagegen tun kann?
Ein Phänomen, dass man bei vielen Menschen, die erst zum Glauben finden mussten, sehen kann ist, dass die Stresssymptome abnehmen. Selbst Hysteriker oder Choleriker werden ruhiger. Woran liegt das?
Ein Stressfaktor, den wir heute nicht unterschätzen dürfen, ist die Zeit. Die ständige Erreichbarkeit setzt die Menschen unter einen dauerhaften Druck, dem sich viele nach einer gewissen Zeit nicht mehr gewachsen sehen.
Und dann findet man zu GOTT…
…und gewöhnt sich gewisse Routinen an, die einem Helfen, das Tagesgeschehen, seine Sorgen und Ängste und den ganzen Stress besser zu verarbeiten. Schon das tägliche Gebet, die Zwiesprache mit GOTT und das Vertrauen darauf, dass er einen führen und schützen wird, sorgt für eine viel größere Gelassenheit. Und genau das ist der springende Punkt: die Gelassenheit.
Gelassene Menschen nehmen Probleme oder Termindruck nicht so extrem wahr. Sie sagen sich einfach solche Sätze wie „Mehr als arbeiten kann ich nicht!“, „Ich habe nur zwei Hände!“ oder im Extremfall auch sowas wie „Was du heute kannst besorgen, schaffst du auch noch übermorgen!“.
Das hat nichts mit Faulheit zu tun, sondern mit Ausgeglichenheit. Erinnern wir uns zurück, wie gelassen die Menschen noch in den 80er und 90er Jahren waren. Damals waren psychische Erkrankungen eher selten. Kaum jemand musste ständig zum Psychologen und sich „auf die Couch legen“. Natürlich gab es das, aber nicht so häufig wie heute.
Wir sollten also alle wieder mehr Gottvertrauen entwickeln. Gelassenheit in dem Wissen, dass GOTT uns schon führen wird und das alles einen Sinn hat, den wir vielleicht nur im Moment nicht erkennen. Einfach mal innehalten und in sich hineinhören. Sich fragen „Bin ich mit mir und GOTT im Reinen?“ oder auch mal die anderen Menschen beobachten.
Machen Sie doch mal den Test und lassen Sie das Smartphone während der nächsten Fahrt zur Arbeit einfach mal in der Tasche. Beobachten Sie die Leute! Sie werden feststellen, dass man diejenigen, die ein Buch lesen, an einer Hand abzählen kann. Manche werden vielleicht noch vor sich hindösen, die Meisten aber sitzen mit ihrem Smartphone da und nehmen nichts wahr. Sie setzen sich bereits morgens einem gewissen Stress aus. Und das nur, um ja keine Information zu verpassen. Und Sie sitzen da, entschleunigen, beobachten und haben auch noch Zeit, Zwiesprache mit GOTT zu halten. So ein Digital Detoxing wirkt Wunder! Und Sie werden sehen, dass auch Sie gelassener und mental gesünder werden.
Zwiesprache mit GOTT, zur Ruhe kommen, Vertrauen und Gelassenheit aufbauen. Das sind die entscheidenden Punkte bei der Heilung der meisten psychischen Krankheiten. Also bitten wir Gott einfach mal um Ruhe und Gelassenheit, denn
Den Erschöpften gibt er neue Kraft und die Schwachen macht er stark.
Und der US-amerikanische Theologe Reinhold Niebuhr hat uns dafür auch das passende Gebet hinterlassen:
Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
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