So ziemlich jeder kennt das: Das Telefon und das Internet am Hausanschluss streiken. Genervt, wielleicht sogar wütend, ruft man übers Mobiltelefon die Hotline des Anbieters an um sich zu beschweren und natürlich auch, damit die Mitarbeiter des Anbieters die Leitung am besten sofort entstören. Aber erstmal bekommt die Dame oder der Herr am anderen Ende der Leitung den geballten Ärger ab, dabei kann er oder sie garnichts dafür!
Auch wenn die Leitung schnell entstört wird und alles wieder funktioniert: Der Ärger bleibt. Und dann redet man mit Bekannten, Arbeitskollegen oder Freunden darüber und bekommt Tipps, doch einfach den Anbieter zu wechseln. Schließlich scheint der, den man aktuell hat, „es ja nicht zu bringen“.
Haben Sie sich mal die Kundenforen der anderen Anbieter angesehen? Sie werden ALLE Probleme, die Sie bei Ihrem aktuellen Anbieter haben, auch bei allen anderen Anbietern finden! Das soll natürlich keine Entschuldigung sein, sondern das Problem schildern, das eigentlich dahintersteckt: Die Normalität.
Die Normalität
Wir beginnen schnell etwas als „normal“ zu betrachten, das uns das Leben angenehmer macht. Und wenn unser Telefon- und Internetanschluss funktioniert, nehmen wir ihn eigentlich gar nicht wahr. Wir nutzen ihn, surfen im Internet, telefonieren und nehmen ihn eigentlich erst wahr, wenn er ausfällt oder gestört ist. Er hat zu funktionieren, schließlich bezahlen wir ja auch dafür!
Genauso ist es mit unserem Partner oder unserer Partnerin. Man gewöhnt sich schnell daran, dass man nachhause kommt und er oder sie ist schon da, oder es dauert nicht mehr lange, bis er oder sie da ist. Man gewöhnt sich so schnell daran, weil es alltäglich, also „Normalität“ ist.
Drehen wir den Spieß mal um!
Sie arbeiten in einer Firma und sind auch immer da, machen auch Überstunden und arbeiten sehr engagiert für den Erfolg des Unternehmens. Für den Chef sind sie ein so guter Mitarbeiter, dass er sie gar nicht wahrnimmt. Sie funktionieren und dafür bezahlt er Sie ja schließlich fürstlich!
Und dann kommt der Tag, an dem Sie krank werden. Vielleicht schleppen Sie sich noch ein oder zwei Tage zur Arbeit. Der Chef wird Sie dafür nicht loben, schließlich bezahlt er Sie ja! Und dann bleiben Sie zuhause, weil wirklich nichts mehr geht und Sie Ruhe brauchen und sich erholen müssen, um wieder arbeitsfähig zu werden.
Das ist der Punkt, an dem der Chef Sie wahrnimmt, schließlich bezahlt er Sie! Und er bezahlt Sie nicht dafür, dass Sie krank sind!
Sehen Sie die Parallele zu Ihrem Telefonanschluss?
Oder Ihr Partner oder Ihre Partnerin verreist für ein oder zwei Wochen. Sie sind gewohnt, sich den Haushalt zu teilen und plötzlich merken Sie, dass Sie jetzt auch noch die Arbeiten machen müssen, die sonst Ihr Partner oder Ihre Partnerin erledigt hat. Jetzt nehmen Sie ihn oder sie wahr, obwohl er oder sie gar nicht da ist!
Sehen Sie die Parallele zu Ihrem Telefonanschluss?
Wie oft sagen Sie „DANKE!“?
Wie oft haben Sie schon bei Ihrem Telefon- und Internetanbieter angerufen, um sich für einen funktionierenden Anschluss zu bedanken? Sicher noch nie.
Wie oft haben Sie sich bei Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin bedankt, dass er oder sie immer für Sie da ist und Sie unterstützt?
Wie oft bedanken Sie sich für die „Normalität“?
Sein Sie dankbar!
Wissen Sie, was das Rezept langjähriger, glücklicher Beziehungen ist, die bis zum Tod halten? DANKBARKEIT!
Immer wieder erzählen alte Menschen davon, dass sie solange mit ihrem Partner oder ihrer Partnerin zusammen sind, weil sie immer dankbar waren, das der oder die jeweils andere da war und sie ihn oder sie nicht als Normalität, sondern immer als etwas Besonderes gesehen haben.
In unserer schnellebigen Zeit allerdings werfen wir Gegenstände und Menschen viel zu schnell weg. Früher hielten Beziehungen ewig, weil sie „immer wieder repariert wurden“, wenn es Probleme gab.

Auch Waschmaschinen oder Geschirrspüler wurden früher nicht einfach weggeworfen, sondern repariert. Das ist auch nachhaltiger. Und wenn man etwas wegwirft, weil es nicht mehr zu reparieren geht, sollte man es mit Respekt tun. Und mit Dankbarkeit für die Dienste, die das Gerät einem geleistet hat.
Auch wenn man sich von einem Partner oder einer Partnerin trennen muss, sollte auch das in gegenseitigem Respekt geschehen. Man hatte ja auch viele schöne Zeiten, sonst wäre man ja nicht zusammengekommen!
Sein Sie dankbar für alles, was GOTT Ihnen Gutes tut. Und danken Sie auch den Menschen derer er sich bedient, um Ihnen Gutes zu tun!
Kennen Sie Dankgebete? Sie sind die mächtigsten Gebete, die es gibt. Denn sie bringen einem erst ins Bewusstsein, wofür man alles dankbar sein kann.
Es klingt verrückt, aber ich habe tatsächlich mal gebetet:
„HERR, ich danke dir für die Zahnärztin, die mir heute Schmerzen zugefügt hat, um meine Schmerzen zu lindern!“
Wir können für so vieles dankbar sein!
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